Wissenswertes über Kaffeeautomaten

Kaffeeautomaten und Kaffeevollautomaten mit Espressobrüher

In den letzten Jahren setzt sich auch in Deutschland immer mehr der Espressobrüher in Kaffeeautomaten durch. Bei diesem Zubereitungssystem werden ganze Kaffeebohnen (z.B. Schümlikaffee, Schweizer Kaffee, Espresso) eingesetzt. Die Bohnen werden für jede Kaffee­portion frisch gemahlen. Dabei kommen hauptsächlich Kegelmahlwerke zum Einsatz. Über die Bestimmung des Mahlgrades von grob bis fein lassen sich Geschmack und Ergiebigkeit des Kaffeegetränkes wesentlich beeinflussen. Gerade bei Kaffeespe­zialitäten ist der Mahlgrad für die Ausbildung der Creme von besonderer Bedeutung. Espressobrüher arbeiten mit einem hohen Druck der je nach Hersteller zwischen 10 bis 16 bar liegt. Dieser hohe Druck bewirkt, dass die ätherischen Ole des Kaffees aus dem Mahlgut gelöst werden und in Verbindung mit der hohen Temperatur des Brühwassers (optimal sind 90 bis 92 Grad Celsius) zu der typischen Creme-Oberfläche emulgieren. Ist die Brühtemperatur zu niedrig, lösen sich zu wenig Substan­zen und das Aroma kann sich nicht voll entfalten. Wird die optimale Temperatur überschritten, lösen sich zu viele Gitterstoffe. In modernen vollautomatischen Kolben­kaffeemaschinen, wie sie vor allem in der Gastronomie anzutreffen sind, findet eine „Preinfusion“ des Kaffee­mehls statt. Dabei wird eine geringe Wassermenge zu Beginn der Zubereitung in das Mahlgut injiziert. Dies bewirkt ein Anquellen kurz vor dem eigentlichen Brüh­vorgang und soll zu einer besseren Entfaltung der Aromastoffe beitragen.

Heißgetränke- und Kaffeeautomaten (Frischbrüh)

Frischbrüher Kaffeeautomaten und Kaffeevollautomaten ähneln in ihrem Aufbau den Instant-Kaffeemaschinen. Es ist jedoch ein Kaffeebrühmodul zusätzlich integriert. Diese Brüher sind von den Herstellern unterschiedlich konzipiert. Gemahlener Röstkaffee wird aus dem Produktbehälter in den Zylinder des Brühteils gegeben, heißes Wasser wird zugeführt. Die Temperatur des Wassers liegt im Frischbüh-Prozess bei ca. 95°-97° C und damit bedeutend höher als bei der Zubereitung von Instantgetränken. Nach der einstellbaren Zeit, in er sich Kaffee und Wasser in Brühzylinder befinden (Ziehzeit) wird der Kaffee aus dem Zylinder durch ein Feinsieb oder Filterpapier (nicht mehr so häufig) in die Mischschale gedrückt. Hier werden dann, wie in der Instantmaschine, je nach Wahl Zucker und Kaffeeweißer oder Instantmilch zugegeben. Der Kaffeesatz wird vom Brüher in den dafür vorgesehen Behälter geführt. Dieser Behälter muss öfters geleert werden, andernfalls drohen Geruchsbelästigung und Schimmelbildung. Auch der Brühmechanismus ist in kürzeren Abständen durch Betätigung des dafür vorgesehenen Schalters zu spülen oder je nach Bauart auszubauen und zu reinigen.